wolf
 

[Das Ende vom 1337] Der große böse Wolf

Ich habe Beyond: Two Souls gespielt. Naja. Die Geschichte war hier und da wirklich gut erzählt, die schauspielerische Leistung von Ellen Page und Willem Dafoe war super, die Steuerung war minimal, aber eigentlich ausreichend, da es ja nur darum ging eine gute Geschichte zu erzählen. Aber irgendwie konnte sich dieser interaktive Blockbuster nicht in meinem Kopf festsetzen. Es fehlte einfach etwas besonderes.

Kurz darauf habe ich erfahren, dass es bereits seit (zu dem Zeitpunkt) einem halben Monat ein neues Spiel von Telltale Games gibt. Die Sam & Max Reihe habe ich geliebt, also konnte ich mich ja auch mal an die erste Episode des Spiels “The Wolf Among Us” wagen.

Und es war geil. Wirklich. Auch wenn die spielerischen Möglichkeiten die man in Sam & Max noch hatte wohl von Spiel zu Spiel immer weiter gekürzt wurden und es mitlerweile nur noch aus Punkte anklicken, Quicktime-Events und Dialogen besteht, schafft es Telltale Games die Geschichte sehr gut zu erzählen, ohne dass man zwischendurch gelangweilt ist. Ich habe die erste Episode direkt zwei mal hintereinander gespielt (wegen der verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten) und kann aufgrund des unglaublich guten Cliffhangers die nächste Episode kaum noch erwarten.

Daraufhin habe ich mir auch die erste Staffel “The Walking Dead” von Telltale Games gegönnt. Ich gebe zu, ich habe es mir nur geholt, weil es billig im Angebot war.

Leider wurde ich enttäuscht. Genauso wie mich die TV-Serie “The Walking Dead” enttäuscht hat. Ich kann damit wohl einfach nichts anfangen.

Ich bin wohl geistig einfach auf dem Level hängen geblieben, wo mich ein gutes Märchen besser unterhalten kann als irgendeine ernsthafte Geschichte. Ich bin doch lieber der große böse Wolf, als auf der Flucht vor Zombies oder Ellen Page und ihr imaginärer Freund. Verprügele lieber den Holzfäller der einst Rotkäppchen rettete, anstatt Zombies mit Schrotflinten zu belagern. Und philosophiere lieber mit einem der drei kleinen Schweinchen, das mal wieder auf meinem Sessel schläft, statt die an mich gebundene Seele schon wieder davon abzuhalten meinen Vater zu erwürgen.


 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>