
Eve Online ist nur etwas für ganz harte Leute.
Alexander Gianturco sagte auf der GDC: “Es gibt keine sicheren Rückzugsorte!”
In dem Weltraumspiel kann es schon mal passieren, dass so eine komplette Flotte den Bach hinunter geht. Und Ihr müsst bedenken, dass diese meist sehr viel Geld gekostet haben.
“Es ist ein Spiel ohne Sicherheitsnetz, gerade das macht es so spannend”. Gianturco ist ein Spionage-Spezialist der Goonswarm und befindet sich im Krieg mit den Band of Brothers.
Geplant war die Möglichkeit zur Spionage nicht in Eve Online. Dies ging von den Spielern aus. Diese haben sich zu mehreren Fraktionen zusammengeschlossen um so alle Kanäle nutzen zu können.
Somit kann man den Gegner gut überwachen und Vorbereitungen treffen um sie so auszutricksen. “Wir haben einen echten Geheimdienstler in unseren Reihen, das ist sehr hilfreich”, erklärt Gianturco.
Die Goonswarm im Krieg mit den Band of Brothers provoziert gerne ihre Gegner.
In Eve Online kommunizieren die Gamer über Kanäle wie Teamspeak, IRC oder E-Mail. Die Spione der Goonswarm nutzen zur Auflösung der IP-Adressen Spielerforen. Diese überwachen sie solange bis die User eine Grafik nachladen, denn dann holt ein Signatur-Bug diese hervor. Hier hat Gianturco einfach einen Wettbewerb daraus gemacht. Er bat die Leute eines dieser Bilder häufig zu verwenden und zu laden.
“Daran erkennt man, ob ein Spieler aus Skandinavien, Russland oder Deutschland kommt und kann weitere Überwachungsaktionen einleiten. “Sobald die Gegner wissen, wann ein Spieler offline ist, können sie ihren Großangriff starten.
“Du kannst Dir nie sicher sein, wer ein Spion ist.”
In Eve-Online haben sich viele Spieler zu Fraktionen zusammengeschlossen. Bei Frischlingen im Game hilft dieser Check, um zu klären, ob es sich um einen Geheimagenten handelt und dieser nur Informationen über
Raumschiffe sammeln will oder ob er ehrliche Absichten hat. Das Misstrauen gegenüber Neulingen ist groß. Diese Dinge werden immer wieder belegt wenn zum Beispiel ein sogenannter Infiltrator im Krieg ein Abwehrsystem lahm legte und dies zur richtigen Zeit, dann war ein Titan-Kreuzer im Wert von 4000 Dollar hinüber.
Manche verdienen ihren Lebensunterhalt mit virtuellen Eve-Online-Gütern, die sie über Ebay verkaufen. Es gibt kein herkömmliches Level-System. Wer viel Geld hat, kann sich Dinge leisten. Banken im Spiel traut Gianturco nicht: “Ein Spieler hat eine Bank aufgemacht und hohe Zinsen versprochen. Als er genügend Kredits eingesammelt hatte, hat er die Bank wieder aufgelöst und ist mit all dem Geld verschwunden. Das läuft wie im echten Leben.”
Moralische Skrupel hat Gianturco nur wenige. “Einmal hat mich ein russischer Mitspieler nach der IP- und der realen Adresse eines hohen Generals der Gegenseite gefragt. Er wollte zu dessen Haus und während des Angriffs die Stromleitung kappen, damit er sich offline nicht verteidigen konnte – aber das ging mir zu weit.”
Deshalb zieht Eve-Online auch immer weiter Gamer an. 50.000 seien laut Gianturco zu Höchstzeiten gleichzeitig online. Gianturco machte den Vorschlag, dass die Entwickler MMO’s offener gestalten, damit die Spieler selbst Fraktionen bilden können und sich ein Spionage-Metaspiel entwickelt.
“Man lernt sehr viel fürs Leben. Die echte Welt ist genau so böse wie Eve Online”, laut Gianturco